Vielleicht bin ich einfach nicht dafür gemacht?
Shownotes
Sichtbarkeit fühlt sich für viele Frauen nicht nach Freiheit an, sondern nach Druck.
Nach Lautsein. Nach Bewertung. Nach „Das ist nichts für mich“.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum Sichtbarkeit nichts mit Extrovertiertheit zu tun hat und weshalb gerade sensible, leise Frauen oft besonders viel zu sagen haben.
Ich teile ehrlich meine eigene Geschichte: Warum ich lange gesagt habe, dass ein eigener Podcast nichts für mich ist – obwohl ich als Podcast-Expertin andere dabei begleite, hörbar zu werden.
Wir sprechen über die Ausreden im Kopf, die sich logisch anfühlen, aber oft nur Ausdruck von Angst sind. Über Komfortzonen, Selbstzweifel und kleine, machbare Schritte in Richtung Hörbarkeit.
Diese Folge ist eine Einladung, dein Bild von Sichtbarkeit neu zu denken und dich nicht länger selbst zurückzuhalten.
stay inspired Arabella @arabella.creativeoffice www.arabella-creativeoffice.de
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Vielleicht hast du diesen Satz schon mal gedacht oder sogar laut gesagt. Das ist halt nichts für mich. Ich bin einfach nicht der Typ für Sichtbarkeit.
Andere können das, aber ich nicht. Und meistens meinen wir damit nicht, dass wir es nicht wollen, sondern dass wir Angst haben, wie es sich anfühlen könnte, gesehen zu werden, gehört zu werden, bewerte zu werden. Wenn du dich hier gerade ein bisschen wieder erkenst, dann ist diese Folge für dich.
Sichtbarkeit hat nichts mit laut sein zu tun und Hörbarkeit nichts mit Perfektion. Vielesensible, introvertierte Frauen haben ein ganz bestimmtes Bild im Kopf, wenn sie an Sichtbarkeit denken. Sich in den Vordergrund drängen, sich ständig zeigen müssen, sich erklären müssen, performen müssen.
Und dann kommt dieser Gedanke, das bin einfach nicht ich. Aber vielleicht ist nicht Sichtbarkeit das Problem, sondern das Bild, das du davon hast. Denn Sichtbar zu sein kann auch heißen, ehrlich zu sprechen, Gedanken zu teilen, leise in Pulse zu setzen, im eigenen Tempo, im eigenen Tempo, Hörbar zu sein.
Ich möchte hier ganz ehrlich mit dir sein. Ich habe selbst lange gesagt, ein eigener Podcast ist nichts für mich und das ist eigentlich ziemlich paradox, denn ich bin Podcast-Expertin. Ich habe über Jahre Podcast für andere umgesetzt.
Ich habe Ton geschnitten, strukturiert, begleitet. Ich habe andere Frauen. Ich habe anderen Frauen eine Bühne gegeben für ihre Themen, ihre Stimme, ihre Hörbarkeit und somit auch für ihre Sichtbarkeit.
Und gleichzeitig habe ich für mich gesagt, ich bin lieber im Hintergrund. Was habe ich denn schon zu sagen, wenn interessiert das überhaupt? Vielleicht kennst du genau diesen Gedanken nur in einem anderen Bereich deines Lebens. Ich habe mir eingeredet, dass meine Rolle eben die ist, anderen Sichtbarkeit zu ermöglichen, bis ich irgendwann gemerkt habe, auch das ist nur eine Auswede, eine sehr gut verpackte, eine sehr logisch klingende, aber trotzdem eine Auswede, denn eine eigene Podcast war für mich genau das ein Schritt raus aus meiner Komfortzone.
Und wie sollte ich denn auf Dauer anderen Glaubhaft erzählen, sie müssen einen Podcast machen, wenn ich selber nicht nur hinter der Technik verstecke und nicht selbst einen Podcast starte? Meine Zweifel waren sehr konkret. Gedanken, was ist, wenn die Leute meinen Podcast nicht gut finden? Was ist, wenn sie mich dann als Experten in Frage stellen? Was ist, wenn das meinem Business schadet? Und genau hier wird es spannend, denn das sind die Gedanken, die wir anfangen zusammen, wenn wir etwas nicht tun, weil es sich unbequem anfühlt. Wir machen daraus rationale Gründe, logische Erklärungen, scheinbar gute Argumente, aber auf ist es einfach Angst, nicht weil wir unfähig sind, sondern weil wir uns zeigen müssten.
Wenn du gerade kannst, wenn du gerade kannst, halte kurz inne. Vielleicht schreibst du dir diese Frage auf, welche Ausrede benutze ich gerade um nicht loszugehen? Nicht wertend, nicht hart, einfach ehrlich. Und dann die zweite Frage, was würde ich tun, wenn diese Ausrede nicht da wäre? Nicht perfekt, nicht sofort, aber nur ein kleiner Schritt.
Die Komfortzone ist nichts schlechtes, sie will ich schützen, aber manchmal schützt sie dich auch vor genau dem, was eigentlich für dich gedacht ist. Rausgehen aus der Komfortzone, heißt nicht, alles auf einmal zu verändern. Manchmal heißt es nur, sich selbst nicht länger zu verströsten.
Manchmal heißt es nur, sich selbst nicht länger zu vertrösten. Und ja, es fühlt sich wackelig an, aber das heißt nicht, dass es falsch ist. Vielleicht ist dein nächster Schritt, einen Gedanken aufzuschreiben, den du sonst nur denkst, deine Stimme aufzunehmen, nur für dich, etwas zu teilen, ohne es perfekt zu machen, durch ein kleines Stück mehr zu zeigen.
Frag dich nicht, bin ich bereit dafür? Frag dich lieber, was fühlt sich heute machbar an? Das reicht vollkommen. Und wenn es nur eingedankt ist, den du aus dieser Folge mitnehmen sollst, dann ist es dieser. Du musst nicht laut sein, um gehört zu werden, darfst in deinem Tempo sichtbar werden.
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